Kirchenchronik

1803

Erhielt Nassau durch den Reichsdeputationshauptschluß die auf der rechten Rheinseite gelegenen Teile der (ausfgelösten) geistlichen Kurfürstentümer Mainz und Trier, deren Bevölkerung katholisch war.

 

1806

Wurde daher durch Fürst Georg von Nassau „den römisch-katholischen Unterthanen Unserer Stadt Idstein die Ausübung des katholischen Gottesdienstes gnädigst zugestanden“. Im gleichen Jahr wird in Idstein als erster katholischer Pfarrer seit der Reformation Jakop Nida eingeführt.

1823

Taufte Pfarrer Halm von Idstein das Kind des Johann Hermann in Wörsdorf. So geschahen von Idstein aus Amtshandlungen im Umkreis.

1827

Wird das Bistum Limburg errichtet und Idstein als Pfarrei in der Gründungsurkunde aufgeführt.

1828 

wird bei der Begrenzung der Pfarrbezirke Wörsdorf der Pfarrei Idstein zugeteilt.

1945

Gab es bisher nur sehr wenige katholische Christen in Wörsdorf, so steigt die Zahl in den folgenden Jahren durch Zuzug von katholischen Flüchtlingen und Heimatvertriebenen aus Schlesien, Ostpreußen, dem Sudetenland und Ungarn stark an.

1958

Ab März sind allsonntäglich große Postomnibusse eingesetzt, um die Gläubigen von zehn Außenorten der Pfarrei zur Pfarrkirche Idstein zu bringen; seit Februar 1959 auch die Gläubigen von Wörsdorf. Die Pfarrer und Kapläne von Idstein leisten die Seelsorge

1959

Am 1. Juni wird Prof. Johannes Krahn, Frankfurt/M., als Architekt beauftragt, Pläne für den Bau einer neuen  katholischen Kirche zu erstellen. Am 23. Oktober wird von Frau Johanna Völker in Wörsdorf „in den sieben Morgen“(Flur 67, Parzellen 102,103 und 104) ein Baugrundstück erworben.

1960

Wird eine katholische Kapellengemeinde Wörsdorf errichtet; die Wahl des Kapellenvorstandes erfolgte am 23.Mai 1960 mit folgendem Ergebnis: Friedrich Cimander (Kaufmann), stellvertretender Vorsitzender; Josef Schwarz (Lehrer), Protokollführer; Friedrich Felkl und Joahnn Schatzl; als Ersatzleute Adam Käsz und Vincenz Schwab.

1961

Wird der Bau begonnen, die Wegbefestigung durchgeführt und am 10. Dezember, am Tag des 25 jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Usinger, die Grundsteinlegung durch Msgr. Pabst, Limburg, vorgenommen.

1962

Am 10. August findet das Richtfest statt. Da inzwischen die Zahl der Katholiken in Wörsdorf weiter angestiegen war und die Messzahl 500 überschritten hatte, kamen durch Ergänzungswahl die bisherigen Ersatzleute in den Kirchenvorstand hinzu und als neue Ersatzmitglieder wurden gewählt: Karl Deubl und Waldemar Slotosch.

1962

Am 8. Dezember, am Fest der Unbefleckten Empfängnis, am Jahrestag der Grundsteinlegung findet die Benediktion der Kirche und die Konsekration des Altares durch den päpstlichen Protonotar Friedrich Wolf, Wiesbaden, statt.

1963

Einbau der Orgel aus der alten Idsteiner Kirche und Inbetriebnahme. Erste Organistin ist Frau Monika Spies (später Brendel) von 1962-1967.

Einweihung der Muttergottes-Figur in der Kirche am 24. März (gearbeitet von Erika Vonhoff, Aachen). Die Pax-Christi Bewegung führt am 26.Mai einen Gebetstag für den Frieden durch.

1964 

Zum ersten Mal ziehen am 6. Januar Sternsinger durch Wörsdorf. Am Weißen Sonntag Erstkommunion. Weihe der beiden Bronzetafeln an der äußeren Rückwand der Kirche zur Erinnerung an den 1947 in der Nähe tödlich verunglückten Bischof Ferdinand Dirichs.

Zugang zur Kirche wird durch den Ausbau des Siebenmorgenweges erleichtert.

1965

Am 21. April wird Kaplan Edmund Spiegel als vicarius cooperator eingesetzt. Es wird beschlossen, ein Pfarrhaus zu errichten.

1966

Am 21. Mai Beginn des Pfarrhausbaus, am 4. August Richtfest. Am 30. Oktober erster Auftritt des von Pfarrer Spiegel gegründeten Kirchenchores, Chorleiter ist Realschullehrer Bruno Seyffert. Pfarrer Spiegel wird zum Studienrat im kirchlichen Dienst ernannt und unterrichtet am Gymnasium in Idstein.

1967

Der ursprüngliche Gedanke, unsere Kirche zu einer Autobahnkirche zu machen, muß aufgegeben werden, da seitens des Verkehrsministeriums eine Autobahnausfahrt abgelehnt wird. Herr Winfried Düngen wird Organist (von 1967-1969).

Das Pfarramt in Wörsdorf darf durch Erlaubnis des Bischöflichen Ordinariates alle Verwaltungsarbeiten in eigener Verantwortung ausüben. Vom 1. Juni an werden daher in Wörsdorf eigene Register für Taufen, Trauungen und Begräbnisse geführt.

Erste Fronleichnamsprozession in Wörsdorf seit der Glaubensspaltung.

1968  

Das bischöfliche Ordinariat erteilt Pfarrer Spiegel den Seelsorgeauftrag für die Orte Wallrabenstein und Wallbach, weil die Seelsorgestelle Bechtheim aufgeteilt wurde.

Buseinsatz zwischen Wallbach und Wörsdorf, um die Gläubigen zur Messe zu bringen. Am 15. Oktober wird ein Altenclub gegründet.

1969

Am 16. März Wahl des ersten Pfarrgemeinderates gemäß der neuen Synodalordnung. Von 668 Wahlberechtigten werden 141 Stimmen abgegeben.

Herr Norbert Kania und Herr Hermann-Josef Bierod sind Organisten von 1969-1972/73.

Bischof Wilhelm Kempf spendet die erste Firmung in Wörsdorf.

1970

Am 1. Juni wird die Anschaffung einer neuen Orgel beschlossen.

Errichtung des Dekanats Idstein; dazu gehören die Pfarrei Idstein und die Seelsorgestellen Wörsdorf, Engenhahn und Bechtheim.

1974

Ab 1. Oktober wird Pfarrer Spiegel nach Hofheim-Marxheim zur Pfarrei St.Georg versetzt.

Ab 15. November übernimmt Pfarrer Josef Will im Alter von 67 Jahren die Seelsorgestelle Wörsdorf.  Mit diesem Datum wird Wörsdorf selbständige Kirchengemeinde, gehört aber weiterhin zur Pfarrei Idstein. Pfarrer Will wird selbständiger Rektor des Seelsorgebezirkes.

Herr Ewald Kehl ist Organist von 1973-1978.

1978

Pfarrer Will geht in den Ruhestand. Zum 1. Oktober wird das Seelsorgegebiet umstrukturiert und eine neue Pfarrei mit zwei Kirchengemeinden errichtet: 1. Wörsdorf/ Hünstetten und 2. Waldems-Esch:

Pfarrer Karl Merz übernimmt die Pfarrei St. Nikolaus-von-Flüe Wörsdorf/ Hünstetten, zu der die Dörfer Wörsdorf, Wallbach, Limbach, Strinz-Trinitatis, Ketternschwalbach, Bechtheim, Beuerbach und Wallrabenstein gehören. Pfarrer Merz ist auch für die Kirchengemeinden St.Thomas in Waldems und St.Martha in Engenhahn (Pfarrvikarie) zuständig. In Bechtheim

(Dreifaltigkeitskirche) finden regelmäßig Gottesdienste zum Sonntag statt, in Abständen auch in den ev. Kirchen in Limbach und Wallrabenstein.

Von 1979 bis 2007  ist Herr Martin Herber Organist.

1981

Hans-Peter Labonte wird Pastoralreferent in der Gemeinde.

1983

Fünfzehn in Bronze gegossene Tafeln, die die Kreuzwegstationen Jesu Christi darstellen, werden an den Längsseiten des Kirchenraumes angebracht. Sie wurden in den Goldschmiede- und Kunstwerkstätten der Schönstätter Marienbrüder angefertigt; der Kaufpreis wurde durch Spenden aufgebracht.

Einbringen der Erde von Stätten, die von Krieg betroffen waren oder wo für den Frieden  gelitten wurde, in kleinen Nischen an der Vorderfront unserer „Friedenskirche“ – wie bereits beim Bau der Kirche geplant.

1985

Der Küster, Herr Felkl, wird anlässlich seines 80. Geburtstages und Frau Ingrid Grüttner für 20 Jahre Jugendarbeit während der Adventfeier der Pfarrgemeinde geehrt.

Gründung der Musikgruppe „David“, welche regelmäßig zu verschiedenen Gelegenheiten neue geistliche Lieder in der Gemeinde spielt und sich stark in der Jugendarbeit engagiert.

1986

Bischof Kamphaus spendet in Wörsdorf 67 Mädchen und Jungen die Firmung.

1987

Jugendwallfahrt von Assisi nach Rom. Wallfahrt der Pfarrgemeinde nach Flüeli, Schweiz.

Neuwahl des Pfarrgemeinderates.

Für die Seelsorge mitverantwortlich waren neben Herrn Labonte, Frau Edeltrud Fiebig mit Teilaufgaben. Die Arbeit wird von vielen neben- und ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern unterstützt.

In den Pfarrbüros waren Frau Markus, Frau H. Flache und Frau A. Frankenbach tätig.

Feier des fünfundzwanzigsten Jahrestages der Weihe der Pfarrkirche mit einem Festgottesdienst am 29. November unter der Leitung von Weihbischof Pieschl.

1988

Pfarrer Merz geht in den Ruhestand und übernimmt noch eine Pfarrstelle in Eschenburg. Pfarrer Hans Pfaff wird Pfarrer der Wörsdorf (mit Hünstetten und Waldems) sowie der Pfarrgemeinde in Engenhahn.

Pastoralreferent Labonte verlässt die Gemeinde. Sein Nachfolger wird Werner Görg-Reifenberg.

1990

Versetzung von Herrn Görg-Reifenberg.

1992

St. Thomas in Waldems-Esch wird nach dem Bau einer Kirche mit eigenem Gemeindezentrum eigenständige Pfarrvikarie.

1994 

Firmung durch Bischof Franz Kamphaus.

1995

Seit fünf Jahren wird  das Erntedankfest in Wörsdorf in der Gemeindehalle ökumenisch gefeiert.

2000

Am 03.11. Richtfest für die Erweiterung (Anbau) des Pfarrgemeindezentrums.

2001

Am 01. April Einweihung der Erweiterung des Pfarrheimzentrums. Als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates hat Herr Joachim Grüttner großen Anteil am Zustandekommen und weiterer Sanierungsmaßnahmen an der Kirche und im Pfarrheim.

2004

Renovierung der Pfarrkirche

2007

Am 08. Mai stirbt Pfarrer Hans Pfaff vor der Kirche in Idstein an Herzversagen. Das Requiem für ihn wird unter großer Anteilnahme gefeiert. Anschließend Beisetzung auf dem Friedhof in Wörsdorf. Frau Alexandra Opitz wird Organistin in der Gemeinde.

Beginn von Sparmaßnahmen durch die

2008 

Nach jahrelangen kontroversen Gesprächen in der Gemeinde und Verhandlungen mit der Bistumsleitung, u.a. nach dem Wirksamwerden der zuvor verfügten Sparmaßnahmen im Haushalt, wird die denkmalgeschützte Dreifaltigkeitskirche in Bechtheim profanisiert und verkauft.

Seit diesem Zeitpunkt findet wöchentlich eine Hl. Messe in der Ev-Luth. Kirche in Bechtheim statt, die von vielen ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern mit getragen wird. –

Nach einer mehrmonatigen Vakanzzeit wird am 16. März Pfarrer Lars P. Krüger als Pfarrverwalter der Pfarrgemeinde und priesterlicher Mitarbeiter im Pastoralen Raum Niedernhausen-Idsteiner Land eingeführt. In der Übergangszeit ist Pfarrer Paul in Idstein Pfarrverwalter. Frau Edeltrud Fiebig ist u.a. in der Erstkommunion und Firmkatechese tätig.

Ehrenamtliche Gemeindemitglieder haben großen Anteil an der Fortführung der Seelsorge in der Vakanzzeit, z.B. in der Kinder- und Messdienerarbeit, Seniorenseelsorge uvm.

Frau Frankenbach geht in den Ruhestand. Frau Irene Heiler wird neue Sekretärin im Pfarrbüro.

2009-2010

Sanierung der Außenwände der Kirche.

Am 1. Mai visitiert Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van-Elst die Gemeinde und feiert ein Ponitfikalamt.

2012

Die Sternsinger ziehen jährlich durch die Gemeinde und erbitten Spenden für notleidende Kinder.

Herr Joachim Grüttner kandidiert krankheitsbedingt nicht mehr für den Verwaltungsrat. Ende Mai wird er vom Bischof mit der Bistumsmedaille für seine Tätigkeit geehrt.

Er war über viele Jahre stellvertretender Vorsitzender und in den letzten Jahren Vorsitzender dieses Gremiums.

Am Weißen Sonntag empfangen 27 Kinder zum ersten Mal die Heilige Kommunion.

Die Musikgruppe von Nikolaus von Flüe unter der Leitung von Frau Andrea Minör trifft sich regelmäßig und begleitet viele Gottesdienste im Laufe des Kirchenjahres mit.

Der Frauenkreis der Gemeinde engagiert sich auf vielen Gebieten

Frau Rosi Neidhardt ist seit der Einweihung der Kirche bis heute ehrenamtlich in der Gemeinde tätig, davon viele Jahre als Küsterin.

Seit vielen Jahren hält Pfarrer i.R. Karl Schikora, Taunusstein-Orlen, regelmäßig Gottesdienste in der Gemeinde.

Mitglieder des Ende 2011 gewählten Pfarrgemeinderates: Hermann Roling (Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, Frau Dr. Waltraud Heinze, Frau Margarethe Wahrmann, Frau Renate Kopka, Frau Rosemarie Opitz, Herr Manfred Lauer, Frau Brigitta Dorge, Frau Dr. Eui-ok Kim.

Am 01.09.2012 spendet Domkapitular Gereon Rehberg aus Limburg 31 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

Viele Ehrenamtliche Gemeindemitglieder arbeiten auf den verschiedensten Gebieten mit: Küsterdienste, Pfarrgemeinderat, Verwaltungsrat, Erstkommunionkatechese, Firmkatechese,  Reinigungsdienste in der Kirche und im Pfarrheim, Ministranten, Frauenkreis uvm.

8.Dezember 2012: Feier des 50. Kirchweihjubiläums der Pfarrkirche

 

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